
Der erfahrene Orientierungsläufer Paul Engel aus Helsa berichtet von seinen Eindrücken. |
"Inzwischen sind mehr als 2 Wochen nach dem großartigen Erlebnis des
Fulda-höhenlaufs vergangen, die Eindrücke haben sich gesetzt. Nachstehend
einige Gedanken, die unverwechselbar, sicherlich nachhaltig und
unauslöschlich sind. Reminiszenzen vom Fuldahöhenlauf 2005 von der Fuldaquelle zur Fuldamündung am Weserstein in Hann. Münden, einem Lauf in 6 Etappen mit insgesamt 215 km. Ruhigen Schrittes durch dichten Buchenwald zwischen Michelsrombach und Langenschwarz, ein dichtes Blätterdach verdeckt den Himmel - auf breiten Forstwegen bergan, aber auch auf verschwiegenen Schneisen oder schmierigen Trampelpfaden abwärts bei Wahnhausen - während der dritten Etappe lange 7 km bergan von Mecklar im Fuldatal zur Hohen Buche oberhalb von Rotenburg; eine einmalige Ansammlung von malerischen Fachwerkhäusern in Melsungen empfängt die Läufer; gedankenversonnen am Johannesberg oberhalb von Bad Hersfeld eine ganze Stunde allein laufen, dann aber auch ergiebige und interessante Gespräche mit den Mitläufer/innen, z.B. zum Aussichtspunkt Burg Ludwigseck; das Korn ist abgeerntet auf dem weiten Feld oberhalb der Neuen Mühle bei Kassel, es weht eine frische Brise über die Stoppeln. Ein kontrast-reiches Bild von der Stadt Kassel: Im Vordergrund ein Kraftwerk, die Silhouette der Stadt im Mittagsdunst, in der Ferne der Habichtswald von der Statue des Herkules überragt; im Stadtpark Karlsaue von Kassel sind wir als Läufer nicht allein; viele Menschen suchen laufend Entspannung, schöpfen neue Kraft und Energie für die Bewältigung des oft stressigen Alltags. Müde schon, der Ober-schenkel schmerzt, aber zufrieden und unendlich glücklich am Ziel in Hann. Münden. Was bedeutet mir der Fuldahöhenlauf persönlich? Was bleibt in der Erinnerung haften? Die Anhäufung einer Vielzahl von interesssanten Begebenheiten, von eindringlichen Erlebnissen, die eigentlich nicht geeignet sind, enthusiastisch davon zu berichten, die für mich ihren Wert darin haben, in der Zukunft davon zu zehren, wann immer ich das will: Vielleicht die letzten Gedanken vor dem Einschlafen oder wenn ich mal nicht so gut drauf bin. Bei aller körperlicher Anstrengung, der Lauf über 215 km in 6 Tagen ist auch eine Herausfordnung in psychischer Hinsicht, er wird zweifellos mein weiteres Leben positiv beeinflussen." |
| Udo Möller | Paul Engel | Andreas Keuchel | Andreas (2) | Thorsten Hoppe | Brunnmeiers |